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Im Dezember Das philosophische Kabinett: www.ureda.de
Kann man Platon und das Raumschiff Enterprise miteinander verbinden, ohne dass es peinlich wird? Kann man einen Abenteurroman schreiben und gleichzeitig die Welt erklären? Kann man heute noch glauben, dass so etwas jemanden interessiert? Offensichtlich ja. Wieder einmal hat ein Laie gezeigt, dass sich Philosophie unterhaltsam darstellen lässt - vor allem im Netz. Über sechs Jahre hat der Nürtlinger Landschaftsökologe Karl-Josef Durwen an seinem philosophischen Abenteuerroman “Der Spiegel der Möglichkeiten” gearbeitet. Doch das in einem winzigen Verlag erschienene Buch wäre vermutlich unbeachtet geblieben, gäbe es nicht eine virtuelle Fortsetzung: Die kleine Zitadelle “Ureda.de”. Die aufwendig gestaltete Webseite ist einer kleinen Burg nachempfunden, in deren Räumen eine Menge Wissen über diese Welt entdeckt werden kann. Dass diese moderne Form der Enzyklopädie auch noch gut geschrieben ist, macht Ureda.de endgültig zum Darlink des Monats.
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Im November Menüs aus der Gerüchteküche: www.dotcomtod.com
Bin ich schon arbeitslos? Oder hat es heute nur die Konkurrenz erwischt? In den Zeiten grassierender Insolvenzia bei ehemals hoffnungsvollen Startups ist es schwer, den Durchblick zu behalten. Welches Unternehmen gibt es eigentlich noch, wem wird gerade der Geldhahn zugedreht, wer setzt in diesem Augenblick mal wieder frei? Die derzeit beste deutsche Anlaufstelle für Bad News aus der New Economy ist definitiv “dotcomtod”. Der “Distributor für exitorientierte Unternehmensmeldungen” (Selbstbeschreibung) speist sich aus immer umfangreicheren offiziellen und informellen Quellen - und ist damit wesentlich interessanter in seiner Berichterstattung als langweilige Verlautbarer wie Kress online.
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